Merken und Bemerken – Was ist der Unterschied?

Der Hauptunterschied zwischen merken und bemerken

ist:

“merken”: etwas mit den Sinnen wahrnehmen, sich einer Sache bewusst werden
“bemerken”: trans. zu Bewusstsein kommen; etwas wahrnehmen

merken

bemerken

Verb

  • etwas mit den Sinnen wahrnehmen, sich einer Sache bewusst werden
  • etwas im Gedächtnis speichern

Sinnverwandte Wörter

  • beachten, beobachten, empfinden, mitbekommen, mitkriegen, spitzkriegen, spüren, wahrnehmen
  • behalten, draufkommen, memorieren

Unterbegriffe

  • anmerken, aufmerken, bemerken, vermerken, vormerken

Wortbildungen

  • :merkbar, merkwürdig
  • :Merkbuch, Merkfähigkeit, Merkmal, Merksatz, Merkspruch, Merkvers, Merkwort, Merkzeichen, Merkzettel

Beispiel

  • Hast du gemerkt, dass dein Sohn raucht?
  • Plötzlich merkte ich, dass ich eine Tochter habe.
  • „Minuten nach dem Konzert summen die Zuschauer noch die Melodie, sie spielen damit. Sie improvisieren, ohne es zu merken.“
  • Ich habe mir gemerkt, dass du rauchst.
  • Ich habe gerade eben ein interessantes Wort gehört, aber ich konnte es mir nicht merken; ich habe es vergessen.

Verb

  • trans. zu Bewusstsein kommen; etwas wahrnehmen
  • trans. einen mündlichen (veraltet auch einen schriftlichen) und oft eher kürzeren Beitrag leisten; etwas sagen

Sinnverwandte Wörter

  • entdecken, feststellen, merken, mitkriegen, registrieren, wahrnehmen
  • anmerken, äußern, einflechten, einwerfen

Gegenwörter

  • übersehen
  • schweigen

Oberbegriffe

  • wahrnehmen
  • sagen

Wortbildungen

  • :Adjektive: bemerkbar
  • :Konversionen: Bemerken, bemerkend, bemerkt
  • :Substantive: Bemerkung

Beispiel

  • Er bemerkte den Betrug.
  • Hast du nicht bemerkt, dass die Verkäuferin plötzlich ganz wortkarg wurde?
  • Der Gast bemerkt, dass dieser Regenschirm ihm gehöre.
  • „Such is life“, bemerkte er.
  • „Wenn die Paßempfänger keine Urlaubspäße in Händen haben, so ist dies ausdrücklich zu bemerken.“