Pfote und Tatze – Was ist der Unterschied?

Der Hauptunterschied zwischen Pfote und Tatze

ist:

“Pfote”: bei landlebigen Säugetieren in Zehen gespaltenes Ende der Extremitäten
“Tatze”: fuß bestimmter Tierarten wie Katzen und Bären

Pfote

Tatze

Substantiv

  • (mit Ausnahme der Huftiere – vom Rind, Schaf, Schwein abgesehen, deren Extremitäten gelegentlich »Pfoten« anstatt »Klauen« genannt werden – und Primaten) bei landlebigen Säugetieren (zumeist Raubtieren) in Zehen gespaltenes Ende der Extremitäten
  • salopp: menschliche Hand
  • ohne Plural; abwertend: (nicht oder schlecht lesbare) Handschrift
  • ohne Plural; umgangssprachlich: Unterschrift

Synonyme

  • alle : Fasse, Flosse, fünfzinkige Gabel, Gottes Gabel, Gabelersatz, Grapsche, Greife, Griff, Griffe, Klaue, Kralle, fünfzackige Krone, Lamäng, NATO-Schaufel einfach, Oberfuß, Patsche, Vorderflosse, Vorderpfote
  • alle : Doktorschrift, Klaue, Krähenfüße Pl., Kraxe, Schmierakel, Schmiere, Schreibeschrift
  • veraltet: Hand
  • : Autogramm

Sinnverwandte Wörter

  • Pranke, Pratze, Tatze
  • Gesudel, Otto

Gegenwörter

  • Flosse, Fuß, Hand, Huf, Klaue, Kralle

Oberbegriffe

  • Extremität, Glied, Körperteil
  • Schrift

Unterbegriffe

  • Hinterpfote, Vorderpfote
  • Hasenpfote, Hundepfote, Katzenpfote; gelegentlich auch: Bärenpfote, Hammelpfote, Ochsenpfote, Schweinepfote
  • Samtpfote
  • Dreckpfote, Froschpfote, Pickpfote
  • Doktorpfote, Saupfote

Charakteristische Wortkombinationen

  • Pfote geben
  • dreckige Pfote, schmutzige Pfote
  • liederliche Pfote

Beispiel

  • „Die Geißlein riefen: »Zeig uns zuerst deine Pfote, damit wir wissen, daß du unser liebes Mütterchen bist.« Da legte der Wolf die Pfote auf das Fensterbrett.“
  • „Auch das Weiß kommt in dieser Geschichte vor, denn der Wolf läßt sich beim Bäcker die Pfote weiß machen, nachdem ihn die Geißlein bei seinem ersten Besuch an der grauen Pfote erkannt haben.“
  • „»Ruhig Blut bewahren, lieber Freund«, flüsterte der Bär dem Hund zu und legte beruhigend eine Tatze auf die Pfote vom Hund.“
  • „Auf leisen Pfoten und nahezu unbemerkt durchstreift der Nebelparder die Regenwälder auf Borneo – zumindest da, wo er noch Platz zum Leben findet!“
  • „Die Hasentappe, die Pfote des Hasen, wurden vielfach dazu verwendet, um Staub und Unrat auszukehren.“
  • „Ich riß dem Lästerer den Handschuh aus der kalten, knöchernen Pfote, und zuckte zu einigen verwunderten Fragen und Glossen des Hauptmannes und seines Schwiegersohnes über meine plötzliche Erscheinung die Achseln.“
  • „Die Antwort auf seine Frage nach der Dienstnummer berichtete er so: „(…) ,Am Arsch kannst Du mich lecken‘ (…) ,nimm die Pfoten weg, sonst bekommst Du ein paar mit dem Gummiknüppel‘“.“
  • „Da hat der Penner schon seine dreckige Pfote in meiner Plastiktüte, um die Nüsse rauszuholen.“
  • „Doch noch Eins: die Abschrift meiner Gedichte ist fast fertig, Alles mit meiner eignen Pfote.“
  • „»Ein arroganter Kerl, schreibt eine Pfote, als wenn die Hühner übers Papier gelaufen wären, und schimpft wie ein Rohrspatz, wenn der Setzer aus seinen Hieroglyphen nicht herauskommt.«“
  • „Ferner wurde Sonja zur Verbesserung ihrer Schrift – sie bediente sich ihres merkwürdig polnisch-deutschen Idioms mit kläglicher Pfote – zu einem Kalligraphen gegeben.“

Substantiv

  • Fuß bestimmter Tierarten wie Katzen und Bären

Synonyme

  • Pfote, Pranke, Pratze

Oberbegriffe

  • Extremität

Unterbegriffe

  • Bärentatze

Beispiel

  • Die Katze läuft sanft mit ihren Tatzen auf den Schultern der Hexe.
  • Die Tatzen haben scharfe Krallen.
  • „Ich hatte es sehr eilig, und als ich in das Vestibül des Hotels stürzte, lag ich plötzlich einem hoch aufgerichteten, zähnefletschenden Bären in den Tatzen.“
  • „Die dicke rote Narbe über meiner linken Augenbraue, wo mich eine Bärin mit ihrer Tatze verletzt hatte, war deutlich zu sehen.“