Pleonasmus und Tautologie – Was ist der Unterschied?

Der Hauptunterschied zwischen Pleonasmus und Tautologie

ist:

“Pleonasmus”: verbindung bedeutungsgleicher oder -verwandter Ausdrücke in einer Wortgruppe
“Tautologie”: rhetorik Wiederholung gleichbedeutender Wörter derselben Wortart, zum Beispiel schon bereits, immer und ewig, Gangsterbande im Gegensatz zum Pleonasmus mit gleichbedeutenden Wörtern verschiedener Wortart

Pleonasmus

Tautologie

Substantiv

  • Verbindung bedeutungsgleicher oder -verwandter Ausdrücke in einer Wortgruppe

Synonyme

  • Doppelausdruck

Sinnverwandte Wörter

  • Ausdrucksfülle, Tautologie

Gegenwörter

  • Contradictio in Adiecto, Kontradiktion, Oxymoron

Oberbegriffe

  • Figur

Wortbildungen

  • :pleonastisch

Beispiel

  • „Weißer Schimmel“ und „alter Greis“ werden von Wilpert als Beispiele für Pleonasmen angegeben.
  • „Weißer Schimmel“ und „alter Greis“ sind Beispiele für Pleonasmen, da ein Schimmel immer schon weiß und ein Greis immer schon alt ist.
  • „Tautologien und Pleonasmen können im allgemeinen schon als Ausdruck einer pervertierten Sprache verstanden werden, insofern als sie Sprach- und Sprechschwierigkeiten des Menschen aufdecken.“

Substantiv

  • Rhetorik Wiederholung gleichbedeutender Wörter derselben Wortart, zum Beispiel schon bereits, immer und ewig, Gangsterbande im Gegensatz zum Pleonasmus mit gleichbedeutenden Wörtern verschiedener Wortart
  • Logik Aussage, die aus formalen Gründen immer wahr ist, unabhängig von den Wahrheitswerten der in ihr vorkommenden Variablen
  • Linguistik Aussage, bei der das Gemeinte doppelt ausgedrückt wird

Sinnverwandte Wörter

  • Ausdrucksfülle, Pleonasmus

Gegenwörter

  • Oxymoron
  • Kontradiktion

Oberbegriffe

  • Aussage

Wortbildungen

  • :tautologisch

Beispiel

  • Tautologien rühren oft aus nicht verstandenen Abkürzungen oder Fremdwörtern her, wie zum Beispiel (auch eine Tautologie vom Typ 1) ABM-Maßnahme, HIV-Virus, PIN-Nummer, klammheimlich, Servicedienst.
  • In jeder zweiwertigen Logik ist die Aussage „A oder nicht A“ für jedes A wahr, sie ist also eine Tautologie.
  • „Das hat etwas von einer Tautologie: Diejenigen, die überleben, sind immer die Anpassungsfähigsten. Wer sind denn aber die Anpassungsfähigsten, wie können wir das sagen? Nun, diejenigen die überleben.“
  • Es gibt keine eindeutige Definition von Intelligenz. Eine mögliche Definition ist „Intelligenz ist das, was Intelligenztests messen.” Dies ist eine Tautologie.
  • Der Satz „Unerlaubtes Kopieren urheberrechtlich geschützter Werke ist verboten.“ ist eine Tautologie.
  • „Wird etwas sprachlich zweimal benannt (etwa in den Teilen eines Kompositums), so nennt man dies eine Tautologie (…).“