Rechtsanwalt und Notar – Was ist der Unterschied?

Der Hauptunterschied zwischen Rechtsanwalt und Notar

ist:

“Rechtsanwalt”: staatlich geprüfter und zur Rechtsberatung zugelassener Jurist, der freiberuflich tätig ist und der seine Auftraggeber bei Gericht sowie außergerichtlich vertritt
“Notar”: unparteiischer Jurist, der Rechtsgeschäfte beurkundet und Unterschriften beglaubigt

Rechtsanwalt

Notar

Substantiv

  • staatlich geprüfter und zur Rechtsberatung zugelassener Jurist, der freiberuflich tätig ist und der seine Auftraggeber bei Gericht sowie außergerichtlich vertritt

Synonyme

  • Anwalt, Advokat, Verteidiger, Rechtsbeistand

Gegenwörter

  • Jurist ohne Zulassung zur Rechtsanwaltschaft (angestellter Jurist in einem Unternehmen oder in der öffentlichen Verwaltung; Richter)
  • juristischer Laie

Oberbegriffe

  • Jurist

Unterbegriffe

  • Fachanwalt, Menschenrechtsanwalt

Wortbildungen

  • :Rechtsanwaltsgehilfe, Rechtsanwaltskanzlei, Rechtsanwaltskammer, Rechtsanwaltsnotar, Rechtsanwaltschaft

Beispiel

  • Der Vertrag wurde von einem Rechtsanwalt entworfen.
  • „Nach einigen Monaten ohne Stellung arbeitete er von 1934 bis 1940 als Kanzleivorsteher bei Rechtsanwälten in Hannover.“
  • „Bevor Eigil am nächsten Tag verhört wurde, sprach er mit seinem Rechtsanwalt Hedin Poulsen.“
  • „Es gelang ihm glücklicherweise, sich mithilfe eines befreundeten Rechtsanwalts zu verteidigen.“
  • „Es war schon deshalb ein Bluff, weil ihm die Mittel fehlten, den berühmten Rechtsanwalt zu bezahlen.“

Substantiv

  • unparteiischer Jurist, der Rechtsgeschäfte beurkundet und Unterschriften beglaubigt

Oberbegriffe

  • Jurist

Unterbegriffe

  • Anwaltsnotar

Wortbildungen

  • :notariell, notarisch, Notariat

Beispiel

  • Den Kaufvertrag für das Haus unterschreibt der Käufer beim Notar.
  • Tante Erna hat ihr Testament beim Notar hinterlegt.
  • „Das Guinness Buch der Rekorde wird den von einem Notar beglaubigten Weltrekordversuch aus Bremerhaven nun prüfen.“
  • „Ein reicher Notar aus Nantes kaufte alles auf und vermietete das Café wieder an meine Großmutter.“