Roman und Erzählung – Was ist der Unterschied?

Der Hauptunterschied zwischen Roman und Erzählung

ist:

“Roman”: literaturgattung: Erzählung in Buchform
“Erzählung”: darstellung eines Ereignisses, Vorkommnisses

Roman

Erzählung

Substantiv

  • Literaturgattung: Erzählung in Buchform
  • ein konkretes Werk, dessen Inhalt ein Roman ist

Synonyme

  • Buch, Erzählung, Geschichte

Gegenwörter

  • Drama, Lyrik

Oberbegriffe

  • Gattung, Literatur

Unterbegriffe

  • Abenteuerroman, Agentenroman, Arztroman, Bildungsroman, Briefroman, Debütroman, Detektivroman, Dialogroman, Enthüllungsroman, Entwicklungsroman, Erlebnisroman, Erstlingsroman, Erziehungsroman, Fantasyroman, Fortsetzungsroman, Frauenroman, Groschenroman, Historienroman, Ichroman/Ich-Roman, Jugendroman, Kindheitsroman, Kitschroman, Kolportageroman, Kriegsroman, Kriminalroman, Liebesroman, Reportageroman, Ritterroman, Ritter-und-Räuber-Roman, Schäferroman, Schauerroman, Schelmenroman, Schlüsselroman, Schundroman, Science-Fiction-Roman/Sciencefiction-Roman/Sciencefictionroman, Spionageroman, Sportroman, Trivialroman, Unterhaltungsroman, Volksroman, Zeitroman, Zeitungsroman, Zukunftsroman

Charakteristische Wortkombinationen

  • einen Roman lesen, einen Roman schreiben

Wortbildungen

  • romanartig, romanhaft, Romanliteratur
  • Romanautor, Romanfigur, Romangestalt, Romanheft, Romanheld, Romanschreiber, Romanschriftsteller, Romanstruktur, Romanverfilmung, Romanzyklus

Beispiel

  • „Der Name der Rose” ist ein bekannter historischer Roman von Umberto Eco.
  • „Die Poesie als Dienerin der Beredsamkeit: dies war auch der didaktische Grundsatz von Christian Weise, der als Rektor des Gymnasiums zu Zittau und als Verfasser von Schauspielen, Romanen und zahlreichen Lehrbüchern gleichzeitig mit Thomasius und vielleicht wirkungsvoller noch als dieser der deutschen Stilbildung im 18. Jahrhundert den Weg gewiesen hat.“
  • „In Göschens Verlagsbüro in Grimma saß Seume auf glühenden Kohlen, über Oden von Klopstock und Romane von Wieland gebeugt, manchmal hochfahrend, häufig niedergedrückt.“
  • Ich leih’ dir den Roman aus, den musst du lesen!
  • Der Suhrkamp–Sammelband „Tauben im Gras. Das Treibhaus. Der Tod in Rom“ enthält drei Romane von Wolfgang Koeppen.
  • „Romane, Sachbücher und Werke zu westafrikanischen Kulturen füllten die Wandregale.“
  • „Aber ich bin mir fast sicher, dass ich bessere Romane hervorbringen würde, wäre das geistige Klima um mich herum nur ein wenig fruchtbarer.“
  • „Ihr zweiter Roman ist erfüllt vom eisigen Grauen einer scheiternden Sinnsuche.“
  • „Dieser Roman ist eigentlich kein Roman, sondern ein überbordendes Märchen, eine absurde Jetset-Story, eine dick aufgetragene Sinnsuche, die in Österreich beginnt und auf dem Mount Everest endet, wo hoch oben auf dem Gipfel die Erkenntnis liegt oder die Verzweiflung.“

Substantiv

  • männlicher Vorname

Beispiel

  • Roman hat keine Ahnung von Pferden.
  • Roman Herzog war ein deutscher Bundespräsident.

Substantiv

  • Darstellung eines Ereignisses, Vorkommnisses
  • Literaturwissenschaft literarische Gattung: relativ kurzer Prosatext, in dem ein Geschehen dargestellt wird

Sinnverwandte Wörter

  • Bericht, Schilderung

Gegenwörter

  • Roman

Unterbegriffe

  • Multikulti-Erzählung
  • Kurzerzählung, Prosaerzählung, Rahmenerzählung
  • Humoreske, Saga, Shortstory
  • Volkserzählung

Beispiel

  • „Bei der Erwähnung platonischer Darstellung kann, wer ein selbstständiges Gebäude philosophischer Wissenschaft in modernen Zeiten neu aufzuführen arbeitet, an die Erzählung erinnert werden, dass Plato seine Bücher über den Staat sieben Mal umgearbeitet habe.“ Immanuel Kant in „Wissenschaft der Logik – Vorrede zur ersten Ausgabe.“
  • „Für mich sind Witze eher Erzählungen, die eine Atmosphäre schaffen.“
  • „Die neuen Zeiten verlangten nach neuen Erzählungen.“
  • Heinrich Böll hat viele Erzählungen geschrieben.