Stärke und Mehl – Was ist der Unterschied?

Der Hauptunterschied zwischen Stärke und Mehl

ist:

“Stärke”: kraft, Macht, Potenz, Vermögen, insbesondere
“Mehl”: nahrungsmittel meist aus gemahlenen Getreidekörnern gewonnenes pulverförmiges Produkt

Stärke

Mehl

Substantiv

  • Kraft, Macht, Potenz, Vermögen, insbesondere
  • (besonders ausgeprägte) Fähigkeit oder Fertigkeit
  • Intensität einer (physikalischen) Größe
  • zahlenmäßige Größe, Umfang einer Gruppe
  • Dicke, (mechanische) Belastbarkeit
  • umgangssprachlich: (physikalische) Leistung
  • ungebräuchlich: Leibesumfang, Beleibtheit
  • ein Polysaccharid, pflanzlicher Speicherstoff

Synonyme

  • Kraft
  • Trefflichkeit
  • Intensität
  • Größe
  • Dicke
  • Leistung
  • Amylum

Gegenwörter

  • Schwäche

Oberbegriffe

  • Konstitution

Unterbegriffe

  • Effektivstärke, Gesamtstärke, Iststärke, Körperstärke, Laufstärke, Mannesstärke, Sollstärke
  • Charakterstärke, Durchsetzungsstärke, Geistesstärke, Gefechtsstärke, Gemeinderatsstärke, Hauptstärke, Heimstärke, Kriegsstärke, Nervenstärke, Seelenstärke, Sehstärke, Spielstärke, Willensstärke, Zweikampfstärke
  • Bebenstärke, Beleuchtungsstärke, Feldstärke, Gelegestärke, Lautstärke, Lichtstärke, Orkanstärke, Pferdestärke, Reizstärke, Strahlstärke, Stromstärke, Sturmesstärke, Sturmstärke, Tonstärke, Wandstärke, Windstärke
  • Belegschaftsstärke, Divisionsstärke, Etatstärke, Fraktionsstärke, Friedensstärke, Klassenstärke, Kompaniestärke, Mannschaftsstärke, Präsenzstärke, Truppenstärke
  • Fadenstärke, Garnstärke, Nadelstärke, Seilstärke, Wandstärke
  • Antriebsstärke, Pferdestärke
  • Kartoffelstärke, Maisstärke, Quellstärke, Reisstärke, Speisestärke, Tapiokastärke, Wäschestärke, Weizenstärke
  • Amylose, Amylopektin

Charakteristische Wortkombinationen

  • dünnkochende/modifizierte/native/oxidierte Stärke

Wortbildungen

  • Stärkeabkochung, Stärkeacetat, Stärkebildung, Stärkebinde, Stärkefabrik, Stärkefraktion, Stärkegehalt, stärkehaltig, Stärkekleister, Stärkekorn, Stärkemehl, Stärkepuder, Stärkezucker

Beispiel

  • , Nicht zuletzt aufgrund der Stärke seines Heeres konnte sich das römische Reich zum Imperium entwickeln.
  • Mathematik war schon immer meine Stärke.
  • Die Stärke der Religionen ist, dass sie Halt und Trost spenden können.
  • „Eine der Stärken der deutschen Sprache: Im Gegensatz zur französischen ist sie besser geerdet.“
  • Mit der Nähe zum Epizentrum steigt die Stärke des Erdbebens.
  • Das Korps der freiwilligen Frankfurter Kavallerie hatte eine Stärke von 200 Reitern.
  • Die Stärke des Bindfadens sollte genügen, um eine reißfeste Naht zu bilden.
  • „Trifft das noch zu im Zeitalter der Weltraumfahrt? Dieses Wort ist eine maßlose Übertreibung, ebenso wie sein Synonym Astronautik. Es gibt eine Reihe von Vergleichen, die das anschaulich machen. Einer mag genügen: Wenn jemand am Alpenrand, etwa bei Grainau unweit Garmisch, in 900& m Höhe über dem Meeresspiegel steht und zum Gipfel der Zugspitze (2000& m über ihm) hinaufblickt, und wenn er seinen Hals reckt, um dort oben etwas zu erkennen, und wenn ihm dann ein hilfsbereiter Freund ein Blatt von 0,2& mm Stärke unter die Schuhe schiebt, »damit du etwas näher dran bist und besser sehen kannst«, so hat sich dieser Jemand damit dem Zugspitzgipfel nur um ein Zehnmillionstel der gegebenen Distanz genähert (1& km = 1 Million& mm). Ein »Astronaut«, der den Mond betritt, hat mit der Reise von der Erde bis dorthin von der Entfernung, die uns vom sonnennächsten Fixstern trennt, noch weniger, nämlich 1 Hundertmillionstel, zurückgelegt. Andere Fixsterne sind millionen- und milliardenmal weiter entfernt.“
  • Die Stärke des Motors sorgt für eine hohe Beschleunigung des Wagens.
  • Während seiner Diät hat der Patient an Stärke abgenommen.
  • Die Knolle ist das Organ der Kartoffel, in welchem Stärke gespeichert wird.
  • Da Stärke nicht wasserlöslich ist, wird im Zuge der Photosynthese nicht benötigter Zucker in Stärke umgewandelt, sodass die Energie dauerhaft gespeichert werden kann.

Substantiv

  • Nahrungsmittel meist aus gemahlenen Getreidekörnern gewonnenes pulverförmiges Produkt
  • im weiteren Sinne: feines Pulver, das durch Mahlen einer Substanz entsteht

Oberbegriffe

  • Nahrungsmittel, Backzutat

Unterbegriffe

  • Auszugsmehl, Biomehl, Dinkelmehl, Gerstenmehl, Grießmehl, Grünkernmehl, Hafermehl, Hirsemehl, Maismehl, Malzmehl, Reismehl, Roggenmehl, schweizerisch: Ruchmehl, Schrotmehl, Siebmehl, Vollkornmehl, Weißmehl, Weizenmehl
  • Brotmehl, Erbsenmehl, Fischmehl, Fleischmehl, Futtermehl, Gesteinsmehl, Gipsmehl, Glasmehl, Hexenmehl, Holzmehl, Hornmehl, Kadavermehl, Kaffeemehl, Kartoffelmehl, Kindermehl, Kloßmehl, Knochenmehl, Korkmehl, Paniermehl, Sägemehl, Semmelmehl, Senfmehl, Sojamehl, Stärkemehl, Steinmehl, Thomasmehl, Tiermehl

Charakteristische Wortkombinationen

  • dunkles, glattes, griffiges, helles Mehl

Wortbildungen

  • :Adjektive: mehlartig, mehlig
  • :Substantive: Mehlkäfer, Mehlkiste, Mehlkleister, Mehlpapp, Mehlpappe, Mehlschwitze, Mehlschwalbe, Mehlspeise, Mehlsack, Mehlstauballergie, Mehlsuppe, Mehltau, Mehltype, Mehlwurm

Beispiel

  • Zum Brotbacken benötigt man Mehl.
  • „Streichen Sie auf Verbrennungen keine Cremen oder Hausmittel wie etwa Mehl oder Melkfett.“
  • „Und nie tun wir es vergeblich, stets füllen sich unsere Säckchen mit Mehl und mit Grieß.“
  • Aus Knochen kann man Mehl gewinnen, das so genannte Knochenmehl.