Substantiv und Nomen – Was ist der Unterschied?

Der Hauptunterschied zwischen Substantiv und Nomen

ist:

“Substantiv”: grammatik: Wort, das ein bestimmtes Objekt oder eine bestimmte Person bezeichnet
“Nomen”: linguistik: Oberbegriff aller deklinierbaren Wortarten

Substantiv

Nomen

Substantiv

  • Grammatik: Wort, das ein bestimmtes Objekt oder eine bestimmte Person bezeichnet

Synonyme

  • Dingwort, Gegenstandswort, Hauptnennwort, Hauptwort, Sachwort; älter und seltener: Selbststandwort, Selbstwort; Nomen, Nennwort, Namenwort (jeweils im jüngeren engeren Sinne)

Oberbegriffe

  • Nomen, Nennwort, Namenwort (jeweils im weiteren Sinne); Redeteil, Wortart

Unterbegriffe

  • Abstraktum, Eigenname, Gattungsname/-bezeichnung, Konkretum, Sammelname/-bezeichnung (= Kollektivum, Sammelbegriff), Singularsubstantiv, Stoffname/-bezeichnung (Kontinuativum, Massenwort, Stoffsubstantiv, Substanzname)
  • Abundans (sächlich; oft im Plural: Abundantia), Epicönum (= Epikoinon), Heterokliton, Heterogeneon
  • Geruchssubstantiv, Geschmackssubstantiv, Mengensubstantiv, Verbalsubstantiv, Zahlsubstantiv

Charakteristische Wortkombinationen

  • maskulines, feminines, neutrales Substantiv; männliches, weibliches, sächliches Substantiv; zählbares, unzählbares Substantiv

Wortbildungen

  • :Bezugssubstantiv, Substantivflexion, Substantivgruppe, substantivieren, Substantivierung, substantivisch, Substantivklasse

Beispiel

  • Substantive werden im Deutschen großgeschrieben.
  • „Wie auch anhand der deutschen Bezeichnung ‚Hauptwort‘ und ‚Dingwort‘ ersichtlich, gelten solche Wörter als Substantive, die Vorstellungen oder Begriffe von Dingen bzw. Gegenständen benennen.“
  • „Wer die Aussprachehürde genommen hat, wird als Nächstes von der Nachricht schockiert, dass es im Polnischen für Substantive, Adjektive, Pronomina und Zahlwörter ganze sieben Fälle gibt.“
  • „Und weil die Zeit nicht langte, kam er auf die Idee, einfach noch die wichtigsten Substantive jeder Strophe aufzureihen.“
  • Die deutsche Sprache ist übrigens besonders geeignet für Wortakrobaten. Denn sie erlaubt es beispielsweise, Substantive beinahe endlos aneinanderzureihen, um ein neues, zusammengesetztes Substantiv mit eigener Bedeutung zu bilden. Und „Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz“ ist doch eine wahre akrobatische Leistung für einen Wortakrobaten beziehungsweise eine Wortakrobatin.

Substantiv

  • Linguistik: Oberbegriff aller deklinierbaren Wortarten
  • Linguistik: Oberbegriff für Substantiv und Adjektiv
  • Linguistik, jünger: Synonym zu Substantiv (Hauptwort)

Synonyme

  • Nennwort, Namenwort
  • Substantiv, Dingwort, Gegenstandswort, Hauptwort

Gegenwörter

  • Verb, Partikel (im weiteren Sinne)
  • alle anderen Wortarten, auch: Adjektiv, Pronomen

Oberbegriffe

  • Wort; Redeteil, Wortart, Wortklasse; thematisch: Grammatik, Linguistik, Sprachlehre, Sprachwissenschaft, Sprache

Unterbegriffe

  • Bezugsnomen
  • Substantiv(um), Adjektiv(um); Prädikatsnomen
  • Artikel, Numerale, Pronomen
  • Abstraktum, Konkretum
  • ::Unterbegriffe von Konkretum: Nomen proprium (= Eigenname), Nomen appellativum/Appellativum/Appellativ (= Gattungsnomen; Gattungsname/-bezeichnung), Kollektivum (= Kollektivnomen; Sammelname/-bezeichnung/-begriff), Nomen materiale/Materiale (= Stoffname/-bezeichnung)
  • ::Unterbegriffe von Nomen proprium: Nomen Loci/Nomen loci, Nomen gentile/Gentile (= Ethnikon; Volksname, Völkername)
  • Abundans (sächlich; oft im Plural: Abundantia), Epicönum (= Epikoinon), Heterokliton, Heterogeneon
  • Nomen Acti/Nomen acti, Nomen Actionis/Nomen actionis, Nomen Agentis/Nomen agentis, Nomen dubium, Nomen Instrumenti/Nomen instrumenti, Nomen Patientis/Nomen patientis, Nomen postverbale, Nomen Qualitatis/Nomen qualitatis, Wurzelnomen (Wurzelsubstantiv)
  • Aptoton, Monoptoton, Diptoton, Triptoton, Tetraptoton, Pentaptoton

Wortbildungen

  • :adnominal, nominal, nominell
  • Denominativ, Nominalabstraktum, Nominalform, Nominalpräfix
  • :Nominaladjektiv, Nominaldefinition, nominalisieren, Nominalisierung, Nominalkomposition, Nominalkompositum, Nominalphrase, Nominalsatz, Nominalstil, Pronomen, Verbalnomen

Beispiel

  • Die Wörter „Auto“ und „gut” sind Nomen.
  • „Unter einem Nomen (Adjektiv: nominal) verstehen wir ein Substantiv oder Adjektiv (meist ein Substantiv)…“
  • „Von dem Nomine Substantivo, oder dem Hauptworte.“ (Überschrift)
  • „Vom Nomine, insbesondere dem Substantivo. Ein Nomen (Nennwort) ist entweder ein Substantivum (Hauptwort) oder Adjektivum (Beywort). Ein Nomen substantivum ist die Benennung einer Person oder Sache, wo man im Deutschen der, oder die, oder das, oder ein, eine, ein vorsetzt, als homo der Mensch, terra die Erde, frumentum das Getraide, annus ein Jahr. Ist die Bennung nur Einer Person oder Sache eigen, so heißt sie ein Nomen proprium (ein eigner Name); dergleichen sind alle Vor- und Zunamen der Menschen, die Namen der Länder, Städte, Berge, Flüsse rc.“
  • Das Wort „Auto“ ist ein Nomen.
  • „Die kritischen Aussagen verweisen meistens auf die Flexion des Nomens und des Adjektivs und monieren implizit die Mißverhältnisse zwischen Formenvielfalt und Leistungen in den Bereichen Genus, Numerus und Kasus.“
  • „Jedes Nomen/Substantiv hat ein Genus, ein grammatisches Geschlecht.“
  • „Dabei nehmen wir eine Beschränkung auf Nomen vor, da diese sich mit Bildvorlagen relativ leicht elizitieren lassen.“