Kraft und Mut – Was ist der Unterschied?

Der Hauptunterschied zwischen Kraft und Mut

ist:

“Kraft”: größe, die je größer desto mehr den Bewegungszustand eines Körpers verändert oder ihn deformiert, und von deren Zustandekommen die Mechanik absehen kann
“Mut”: geisteshaltung, bei der Handlungen in einer gefährlichen, kritischen oder waghalsigen Situation energisch und furchtlos ausgeführt werden

Kraft

Mut

Substantiv

  • Größe, die je größer desto mehr den Bewegungszustand eines Körpers verändert oder ihn deformiert, und von deren Zustandekommen die Mechanik absehen kann
  • das menschliche Vermögen (körperliche, schöpferische Kraft)
  • etwas den Dingen Innewohnendes
  • die Arbeitskraft (eine fähige Kraft sein)

Synonyme

  • Arbeitsvermögen
  • Dienstmädchen, Hausangestellte, Mitarbeiter

Gegenwörter

  • Schwäche

Unterbegriffe

  • Abwehrkraft, Atomkraft, Anziehungskraft (Gravitation), Auflagerkraft, Auftriebskraft, Bremskraft (→ Gesamtbremskraft), Druckkraft, Durchschlagskraft, Fliehkraft, Gewichtskraft, Gravitationskraft, Höchstkraft, Kaufkraft, Kohlekraft, Lorentzkraft, Massenkraft, Maximalkraft, Normalkraft, Saugkraft, Schaumkraft, Scheinkraft, Schnellkraft, Scherkraft, Schreckkraft, Schubkraft, Schusskraft, Schwerkraft, Schwungkraft, Skatingkraft, Solarkraft, Sonnenkraft, Spannkraft, Speicherkraft, Sprengkraft, Stoßkraft, Tragkraft, Van-der-Waals-Kraft, Wasserkraft, Wirkkraft, Windkraft, Zentrifugalkraft, Zentripetalkraft, Zerstörungskraft, Zugkraft, Zwangskraft
  • Ausdauerkraft, Entschlusskraft, Kampfkraft, Körperkraft, Manneskraft, Menschenkraft, Schaffenskraft, Schlagkraft, Schöpferkraft, Seelenkraft, Sehkraft, Selbstheilungskraft, Sprungkraft, Stimmkraft, Tatkraft, Überzeugungskraft, Vorstellungskraft, Willenskraft
  • Heilkraft, Gesetzeskraft, Innovationskraft, Lebenskraft, Leuchtkraft, Selbstreinigungskraft, Strahlkraft, Suggestionskraft, Suggestivkraft, Süßkraft, Symbolkraft
  • ABM-Kraft, Arbeitskraft, Bürokraft, Einsatzkraft, Ersatzkraft, Fachkraft, Feuerwehrkraft, Hilfskraft, Kassenkraft, Lehrkraft, Polizeikraft, Putzkraft, Reinigungskraft, Rettungskraft, Schreibkraft, Sicherheitskraft, Servicekraft, Spitzenkraft, Streitkraft, WEGA-Kraft

Charakteristische Wortkombinationen

  • elementare, thermoelektrische Kraft
  • körperliche, schöpferische, treibende Kraft
  • aus eigener Kraft
  • heilende Kraft
  • eine fähige Kraft

Wortbildungen

  • :Adjektive/Adverbien: kraftlos, kraftraubend, kraftschonend, kraftvoll, kräftig
  • :Substantive:
  • Kraftfahrer, Kraftfahrt, Kraftfahrzeug, Kraftgesetz, Kraftomnibus, Kraftpost, Kraftstoff, Kraftübertragung, Kraftverkehr, Kraftverlust, Kraftwagen, Kraftwerk
  • Kraftakt, Kraftaufwand, Kraftmeier, Kraftprotz, Kraftsport, Krafttraining, Kraftvergeudung, Kraftzentrum, Kraftdreikampf
  • :Verben: entkräften, kräftigen, verkraften
  • Überhangkraft

Beispiel

  • Die Einheit der Kraft wurde nach Isaac Newton benannt.
  • „Der Gleitschirmflieger spielt mit den technischen Möglichkeiten seines Fluggeräts und mit seinen Fertigkeiten: Er spielt mit den Leinen, den Bremsen, den Kräften des Windes in seinem Gleitschirm.“
  • Er stemmte sich mit all seiner Kraft gegen die einbrechenden Wassermassen.
  • „Der Freikletterer bewegt sich in steiler Wand: Er verzichtet auch bei höchsten Schwierigkeitsgraden auf technische Hilfsmittel und setzt sich mit seiner reinen Körperlichkeit, der Kraft und Geschmeidigkeit seiner Muskeln, der Haltefähigkeit seiner Finger und Zehen, dem natürlichen Fels, seinen glatten Wänden, gefurchten Rillen, sperrigen Überhängen aus.“
  • Durch die Kraft des Zaubersteins gewann sie jedes Spiel.
  • Der Papierkram ist so viel geworden, dass wir dafür eine neue Kraft einstellen müssen.

Substantiv

  • deutschsprachiger Familienname, Nachname; Vorkommen in Deutschland fast flächendeckend, größte Dichte im südlichen Sauerland, Hessen, dem nördlichen Baden und dem nördlichen Württemberg, in und um Wien und Salzburg

Wortbildungen

  • :Kleinkraft

Beispiel

  • Frau Kraft schied aus dem Dienst aus, da sie die Altersgrenze erreicht hat.
  • Frau Kraft ist ein Genie im Verkauf.
  • Herr Kraft wollte uns kein Interview geben.
  • Die Krafts kommen heute von Usedom.
  • Der Kraft trägt nie die Schals, die die Kraft ihm strickt.
  • Das kann ich dir aber sagen: „Wenn die Frau Kraft kommt, geht der Herr Kraft.“
  • Kraft kommt und geht.
  • Krafts kamen, sahen und siegten.
  • An verregneten Herbsttagen ist Familie Krafts liebste Beschäftigung das Bemalen von Hühnereiern.
  • An verschneiten Wintertagen ist die liebste Beschäftigung von Familie Kraft das Schmücken von Weihnachtsbäumen.

Substantiv

  • Geisteshaltung, bei der Handlungen in einer gefährlichen, kritischen oder waghalsigen Situation energisch und furchtlos ausgeführt werden
  • Gemütszustand, in dem neue Aufgaben mit Zuversicht begonnen oder fortgeführt werden

Synonyme

  • Furchtlosigkeit, Kühnheit, Risikobereitschaft, Rückgrat, Tapferkeit, Unerschrockenheit, Verwegenheit, Wagemut; : Courage, Eier, Mumm
  • Optimismus, Vertrauen, Zuversicht

Sinnverwandte Wörter

  • Tapferkeit

Gegenwörter

  • Angst, Feigheit, Furcht, Mutlosigkeit
  • Pessimismus, Skepsis, Zweifel

Oberbegriffe

  • Geisteshaltung, Gesinnung
  • Gemütsverfassung, Gemütszustand, Laune, Stimmung

Unterbegriffe

  • Bekennermut, gehoben: Heldenmut, Lebensmut, Löwenmut, Mannesmut, Todesmut, Wagemut, veraltet: Frevelmut

Charakteristische Wortkombinationen

  • Mut aufbringen, beweisen, benötigen, brauchen, brechen, einflößen, erfordern, fassen, haben, machen, schöpfen, verlieren, vermitteln, zeigen
  • Mut zum (zur) Anpassung, Aufbruch, Auslandsgeschäft, Auszeit, Denken, Einfachheit, Emotion, Entscheidung, Ethik, Erfolg, Experiment, Farbe, Glauben, Handeln, Hässlichkeit, Innovation, Kind, Kinderkriegen, Klarheit, Leben, Meinung, Nachhaltigkeit, Neuanfang, Offenheit, Reform, Risiko, Selbstständigkeit, Studium, Veränderung, Vision, Wahrheit, Widerspruch, Zukunft
  • heroischer, intellektueller, wirklicher Mut
  • guten Mutes

Wortbildungen

  • :Adjektive: einmütig, gutmütig, muterfüllt, mutig, mutlos, mutvoll, weichmütig
  • :Substantive: Bekennermut, Edelmut, Freimut, Frevelmut, Frohmut, Gleichmut, Heldenmut, Hochmut, Kampfesmut, Kampfmut, Kleinmut, Lebensmut, Löwenmut, Mannesmut, Missmut, Mütchen, Mutmacher, Mutprobe, Mutwille, Opfermut, Todesmut, Übermut, Unmut, Wagemut, Wankelmut, Wehmut
  • :Verb: mutmaßen

Beispiel

  • Er bewies seinen Mut, indem er über die gefährliche Brücke ging.
  • Zum Unglück Meister Daniels aber war gleich danach auch sein alter Brauer Petersen gestorben, und die Witwe hatte den Mut zur Fortsetzung des Geschäfts verloren.
  • Also der Bringer des Heils, und ins Rossegeschirr sich erhebend, Faßt’ er die Geißel geschwind’ und das schöne Gezäum in die Hände, Und gab edelen Mut den Rossen zugleich und den Mäulern.
  • Der Mut zu Aktienkäufen scheint hingegen weitgehend verlorengegangen zu sein, zumal die Ausländer in jüngster Zeit vor allem deutsche Aktien verkauft haben – in der Hauptsache, um Währungsgewinne zu realisieren.
  • Mut hat Perspektiven, während Tapferkeit allenfalls Hoffnung haben kann.
  • Als die Wände rein gefegt hatten, schienen sie sehr guten Mutes, und gewiß, sie waren auch in kurzer Zeit sehr viel größer, breiter und glänzender geworden.
  • Da, voll guten Mutes, setzten sie bei der frischen Brise das Segel wieder, das sie jetzt in vollem Flug nach Westen der Heimat entgegentrug.

Mut und Leichtsinn – Was ist der Unterschied?

Der Hauptunterschied zwischen Mut und Leichtsinn

ist:

“Mut”: geisteshaltung, bei der Handlungen in einer gefährlichen, kritischen oder waghalsigen Situation energisch und furchtlos ausgeführt werden
“Leichtsinn”: mangel an Vorsicht und Überlegung beim Handeln

Mut

Leichtsinn

Substantiv

  • Geisteshaltung, bei der Handlungen in einer gefährlichen, kritischen oder waghalsigen Situation energisch und furchtlos ausgeführt werden
  • Gemütszustand, in dem neue Aufgaben mit Zuversicht begonnen oder fortgeführt werden

Synonyme

  • Furchtlosigkeit, Kühnheit, Risikobereitschaft, Rückgrat, Tapferkeit, Unerschrockenheit, Verwegenheit, Wagemut; : Courage, Eier, Mumm
  • Optimismus, Vertrauen, Zuversicht

Sinnverwandte Wörter

  • Tapferkeit

Gegenwörter

  • Angst, Feigheit, Furcht, Mutlosigkeit
  • Pessimismus, Skepsis, Zweifel

Oberbegriffe

  • Geisteshaltung, Gesinnung
  • Gemütsverfassung, Gemütszustand, Laune, Stimmung

Unterbegriffe

  • Bekennermut, gehoben: Heldenmut, Lebensmut, Löwenmut, Mannesmut, Todesmut, Wagemut, veraltet: Frevelmut

Charakteristische Wortkombinationen

  • Mut aufbringen, beweisen, benötigen, brauchen, brechen, einflößen, erfordern, fassen, haben, machen, schöpfen, verlieren, vermitteln, zeigen
  • Mut zum (zur) Anpassung, Aufbruch, Auslandsgeschäft, Auszeit, Denken, Einfachheit, Emotion, Entscheidung, Ethik, Erfolg, Experiment, Farbe, Glauben, Handeln, Hässlichkeit, Innovation, Kind, Kinderkriegen, Klarheit, Leben, Meinung, Nachhaltigkeit, Neuanfang, Offenheit, Reform, Risiko, Selbstständigkeit, Studium, Veränderung, Vision, Wahrheit, Widerspruch, Zukunft
  • heroischer, intellektueller, wirklicher Mut
  • guten Mutes

Wortbildungen

  • :Adjektive: einmütig, gutmütig, muterfüllt, mutig, mutlos, mutvoll, weichmütig
  • :Substantive: Bekennermut, Edelmut, Freimut, Frevelmut, Frohmut, Gleichmut, Heldenmut, Hochmut, Kampfesmut, Kampfmut, Kleinmut, Lebensmut, Löwenmut, Mannesmut, Missmut, Mütchen, Mutmacher, Mutprobe, Mutwille, Opfermut, Todesmut, Übermut, Unmut, Wagemut, Wankelmut, Wehmut
  • :Verb: mutmaßen

Beispiel

  • Er bewies seinen Mut, indem er über die gefährliche Brücke ging.
  • Zum Unglück Meister Daniels aber war gleich danach auch sein alter Brauer Petersen gestorben, und die Witwe hatte den Mut zur Fortsetzung des Geschäfts verloren.
  • Also der Bringer des Heils, und ins Rossegeschirr sich erhebend, Faßt’ er die Geißel geschwind’ und das schöne Gezäum in die Hände, Und gab edelen Mut den Rossen zugleich und den Mäulern.
  • Der Mut zu Aktienkäufen scheint hingegen weitgehend verlorengegangen zu sein, zumal die Ausländer in jüngster Zeit vor allem deutsche Aktien verkauft haben – in der Hauptsache, um Währungsgewinne zu realisieren.
  • Mut hat Perspektiven, während Tapferkeit allenfalls Hoffnung haben kann.
  • Als die Wände rein gefegt hatten, schienen sie sehr guten Mutes, und gewiß, sie waren auch in kurzer Zeit sehr viel größer, breiter und glänzender geworden.
  • Da, voll guten Mutes, setzten sie bei der frischen Brise das Segel wieder, das sie jetzt in vollem Flug nach Westen der Heimat entgegentrug.

Substantiv

  • Mangel an Vorsicht und Überlegung beim Handeln

Synonyme

  • Achtlosigkeit, Fahrlässigkeit, Sorglosigkeit, Unachtsamkeit, Unbesorgtheit, Verantwortungslosigkeit

Gegenwörter

  • Bedachtsamkeit, Vorsicht, Sicherheitsbewusstsein

Oberbegriffe

  • Charaktereigenschaft

Unterbegriffe

  • Übermut

Charakteristische Wortkombinationen

  • jugendlicher, tödlicher, unerhörter Leichtsinn

Wortbildungen

  • :Bruder Leichtsinn, Leichtsinnigkeit, leichtsinnig, leichtsinnigerweise

Beispiel

  • Wahrscheinlich war es tödlicher Leichtsinn beim Überholen, der am Sonntagabend einen 31-jährigen Heidelberger das Leben kostete.
  • Der Leichtsinn ist ein Schwimmgürtel für den Strom des Lebens. (Ludwig Börne)
  • „Bei mir war es Leichtsinn und das wohlige Gefühl, meinem Körper etwas Gutes getan und somit etwas Nützliches geleistet zu haben.“
  • „Es ist weniger Galgenhumor als Leichtsinn und vielleicht Unkenntnis der Sachlage.“
  • „Man möge mich nicht des Leichtsinns im Studium meines Tagebuches beschuldigen, mit Gewissenhaftigkeit entziffere ich die dunklen Stellen und freue mich wie jeder andere Gelehrte, wenn ich das Richtige herausfinde.“
  • „Wenn unerfahrene Bergsportler die falsche Route wählen oder dem sicheren Weg das steile Gelände vorziehen, arbeitet der Leichtsinn der Technik entgegen.“