Philosophie und Psychologie – Was ist der Unterschied?

Der Hauptunterschied zwischen Philosophie und Psychologie

ist:

“Philosophie”: kein Plural: Lehre vom Ganzen bzw. vom Sein, Ursprung und Wesen der Dinge; Lehre über Erkenntnis und Wahrheit
“Psychologie”: wissenschaft Wissenschaft von den bewussten und unbewussten psychischen Prozessen, vom Erleben und Verhalten des Menschen in Abhängigkeit von der Umwelt

Philosophie

Psychologie

Substantiv

  • kein Plural: Lehre vom Ganzen bzw. vom Sein, Ursprung und Wesen der Dinge; Lehre über Erkenntnis und Wahrheit
  • persönliche Betrachtungsweise des Lebens

Gegenwörter

  • Sophistik, Sophisterei

Oberbegriffe

  • Lehre, Wissenschaft, Erkenntnis

Unterbegriffe

  • Existenzphilosophie, Geschichtsphilosophie, Immanenzphilosophie, Moralphilosophie, Musikphilosophie, Naturphilosophie, Rechtsphilosophie, Religionsphilosophie, Spielphilosophie, Sprachphilosophie, Staatsphilosophie, Technikphilosophie
  • Anthropologie, Erkenntnistheorie, Ethik, Logik, Metaphysik, Ontologie

Charakteristische Wortkombinationen

  • praktische, theoretische Philosophie

Wortbildungen

  • :philosophisch
  • :philosophieren
  • :Philosoph, Philosophicon, Philosophikum, Philosophiedozent, Philosophieexamen, Philosophielehrer, Philosophieprofessor, Philosophieprüfung, Philosophieseminar, Philosophiestudent, Philosophievorlesung

Beispiel

  • An vielen Universitäten kann man Philosophie studieren.
  • „Was die Philosophie anging, wäre ich um ein Haar bei Nietzsche geblieben, obwohl unsere Beziehung eigentlich bereits gescheitert war.“
  • Dazu habe ich meine eigene Philosophie.

Substantiv

  • Wissenschaft Wissenschaft von den bewussten und unbewussten psychischen Prozessen, vom Erleben und Verhalten des Menschen in Abhängigkeit von der Umwelt
  • ugs. die Psyche eines Menschen; das innere, insbesondere geistige Reagieren
  • das Eingehen auf die menschliche Psyche, psychologisches Verständnis

Synonyme

  • Seelenkunde
  • Psyche
  • Menschenkenntnis

Gegenwörter

  • Anatomie, Physiologie
  • Körper

Oberbegriffe

  • Wissenschaft

Unterbegriffe

  • Alltagspsychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie, Entwicklungspsychologie, Evolutionspsychologie, Experimentalpsychologie, Forensische Psychologie, Jugendpsychologie, Kinderpsychologie, Klinische Psychologie, Kritische Psychologie, Kognitionspsychologie, Küchenpsychologie, Laienpsychologie, Organisationspsychologie, Massenpsychologie, Parapsychologie, Persönlichkeitspsychologie, Populärpsychologie, Sexualpsychologie, Sozialpsychologie, Tiefenpsychologie, Verhaltenspsychologie, Völkerpsychologie

Charakteristische Wortkombinationen

  • kognitive Psychologie

Wortbildungen

  • :Adjektive/Adverbien: psychologisch
  • :Substantive: Psychoanalyse, Psychologe, Psychophysik, Psychotherapie, Psychologieunterricht

Beispiel

  • Ein Studium der Psychologie setzt großes Einfühlungsvermögen und Menschenverständnis voraus.
  • Die moderne Psychologie geht zurück auf Wilhelm Wundt, der sie gemeinsam mit einigen seiner Schüler als experimentelle Erfahrungswissenschaft von der Philosophie abkoppelte.
  • Wenn ich die Psychologie des Computergegners in diesem Computerspiel richtig verstehe, könnte ich eine Taktik aufbauen, um ihm in den Rücken zu fallen.
  • In solchen Fällen muss man Fingerspitzengefühl und Psychologie anwenden.

Philosophie und Religion – Was ist der Unterschied?

Der Hauptunterschied zwischen Philosophie und Religion

ist:

“Philosophie”: kein Plural: Lehre vom Ganzen bzw. vom Sein, Ursprung und Wesen der Dinge; Lehre über Erkenntnis und Wahrheit
“Religion”: im weiten Sinne: kodifizierte und/ oder auf Überlieferung beruhende Kult-/Glaubenspraxis und -auslegung

Philosophie

Religion

Substantiv

  • kein Plural: Lehre vom Ganzen bzw. vom Sein, Ursprung und Wesen der Dinge; Lehre über Erkenntnis und Wahrheit
  • persönliche Betrachtungsweise des Lebens

Gegenwörter

  • Sophistik, Sophisterei

Oberbegriffe

  • Lehre, Wissenschaft, Erkenntnis

Unterbegriffe

  • Existenzphilosophie, Geschichtsphilosophie, Immanenzphilosophie, Moralphilosophie, Musikphilosophie, Naturphilosophie, Rechtsphilosophie, Religionsphilosophie, Spielphilosophie, Sprachphilosophie, Staatsphilosophie, Technikphilosophie
  • Anthropologie, Erkenntnistheorie, Ethik, Logik, Metaphysik, Ontologie

Charakteristische Wortkombinationen

  • praktische, theoretische Philosophie

Wortbildungen

  • :philosophisch
  • :philosophieren
  • :Philosoph, Philosophicon, Philosophikum, Philosophiedozent, Philosophieexamen, Philosophielehrer, Philosophieprofessor, Philosophieprüfung, Philosophieseminar, Philosophiestudent, Philosophievorlesung

Beispiel

  • An vielen Universitäten kann man Philosophie studieren.
  • „Was die Philosophie anging, wäre ich um ein Haar bei Nietzsche geblieben, obwohl unsere Beziehung eigentlich bereits gescheitert war.“
  • Dazu habe ich meine eigene Philosophie.

Substantiv

  • im weiten Sinne: kodifizierte und/ oder auf Überlieferung beruhende Kult-/Glaubenspraxis und -auslegung
  • im engeren Sinne: Glaubenssystem mit metaphysischem oder transzendenten Inhalt (meist als Grundlage des Weltverständnisses und der Ethik)

Sinnverwandte Wörter

  • Glaube, Glaubensbekenntnis, Heilslehre, Konfession

Oberbegriffe

  • Glaubensgemeinschaft, Ideologie

Unterbegriffe

  • abrahamitische Religion, Hauptreligion, Naturreligion, Pseudoreligion, Staatsreligion, Weltreligion
  • Buddhismus, Hinduismus, Jediismus, Schintoismus
  • übertragen: UFO-Religion

Charakteristische Wortkombinationen

  • barbarische Religion, bestimmte Religion, friedliche Religion, gelebte Religion, heilige Religion, innerweltliche Religion, natürliche Religion, offenbarte Religion, tolerante Religion, verbreitetste Religion
  • abrahamitische Religion, atheistische Religion, biblische Religion, buddhistische Religion, christliche Religion, fernöstliche Religion, islamische Religion, jede Religion, jüdische Religion, katholische Religion, lutherische Religion, mohammedanische Religion, monotheistische Religion, mosaische Religion, muslimische Religion, orthodoxe Religion polytheistische Religion, protestantische Religion, zoroastrische Religion
  • :Religion angehören, Religion anschließen, Religion ausüben, Religion bekehren, Religion gebietet, Religion stiften, Religion übergetreten, Religion unterrichten, Religion unterweisen, Religion unterwiesen, Religion verbieten, Religion verbietet, Religion zugehörig
  • :keine Religion haben

Wortbildungen

  • :Adjektive/Adverbien: religionsfrei, religionsgeschichtlich, religionslos, religionsphilosophisch, religionspolitisch, religionssoziologisch, religionswissenschaftlich, religiös
  • :Substantive: Religionsausübung, Religionsbekenntnis, Religionsbuch, Religionsersatz, Religionsethnologie, Religionsfreiheit, Religionsfrieden, Religionsgemeinschaft, Religionsgeschichte, Religionsgesellschaft, Religionshistoriker, Religionsinstitut, Religionskampf, Religionskrieg, Religionskritik, Religionslehre, Religionslehrer, Religionsleitfaden, Religionsmündigkeit, Religionsphänomenologie, Religionsphilosoph, Religionsphilosophie, Religionspolitik, Religionspsychologie, Religionsrecht, Religionssoziologie, Religionsstifter, Religionsstreit, Religionsstunde, Religionstheologie, Religionsunterricht, Religionsverständnis, Religionsvergehen, Religionswechsel, Religionswissenschaft, Religionswissenschaftler, Religionszugehörigkeit, Religionszwang

Beispiel

  • „Wer heute von Religion oder Religionslehre spricht, kann dies nicht naiv-unbedacht tun. … Denn das Wort Religion scheint als Begriff in Mißkredit geraten zu sein. Will man es jedoch bei der Diskreditierung des Wortes Religion nicht bewenden lassen, wird man den Begriffsschwierigkeiten dieses Wortes nachgehen und eine philosophisch-theologische Begründung für die Weiterverwendung des Wortes bieten müssen.“
  • Jede Religion ist gut, die beste aber – die dümmste. (Papst Alexander VI.)
  • „Es war die Resignation eines Volkes, das durch die Jahrtausende von der eigenen Religion, durch Jahrhunderte von fremder Herrschaft entmündigt worden war.“
  • „Religion kann Trost spenden, sie kann Ruhe und Harmonie stiften.“
  • „So führt die Art und Weise der hier stattfindenden Diskussion über die Muslime erst dazu, sich selbst überhaupt als Muslim wahrzunehmen. Denn auch Menschen wie ich fühlen sich vor den Kopf gestoßen angesichts der Arroganz und Unverschämtheit, mit der über unsere Religion gesprochen und geurteilt wird. Für mich ist sie schließlich die Religion meiner Großeltern, die uns Werte vermittelt hat, die so schlecht nicht sein können. Nicht erst Europa hat aus ihrem Sohn, meinem Vater, einen aufgeklärten, liberalen, demokratischen Menschen gemacht. Das war er schon, bevor er nach Europa kam.“
  • „Fußball ist keine Religion, da seine Regeln nicht auf übermenschliche Gebote zurückgehen.“
  • „Eine Religion ist ein System menschlicher Werte und Normen, das auf dem Glauben an eine übermenschliche Ordnung basisert.“