Text und Schriftform – Was ist der Unterschied?

Der Hauptunterschied zwischen Text und Schriftform

ist:

“Text”: linguistik mündliche oder schriftliche Folge von Sätzen, die miteinander syntaktisch und semantisch verbunden sind , eine abgeschlossene Einheit bilden und eine bestimmte kommunikative Funktion erfüllen
“Schriftform”: art der Gestaltung einer Schriftart

Text

Schriftform

Substantiv

  • Linguistik mündliche oder schriftliche Folge von Sätzen, die miteinander syntaktisch und semantisch verbunden sind (Kohärenz, Kohäsion), eine abgeschlossene Einheit bilden (Kompletion) und eine bestimmte kommunikative Funktion (Textfunktion) erfüllen
  • Sprachinformation (zum Beispiel in einem Buch, Lied oder Film)
  • Sprachinformation in einem Lied
  • Sprachinformation in einem Film

Synonyme

  • Aussage, Äußerung, Botschaft (Textbotschaft), Inhalt (Textinhalt)

Sinnverwandte Wörter

  • Dokument, Programm, Sprachgeflecht, Sprachgefüge, Sprachgewebe, Wortgeflecht, Wortgefüge, Wortgewebe
  • Textbeschreibung

Gegenwörter

  • Fragment
  • Sprachgestaltung

Oberbegriffe

  • Schrift, Sprache
  • Überlieferung

Unterbegriffe

  • in der Datentechnik: Bildschirmtext, Mail-Text, Teletext, Videotext
  • nach Arten: apokrypher Text, Brieftext, Einzeltext, Fachtext, Fließtext, Freitext, Gesamttext, Hieroglyphentext, Hypertext, Klappentext, Kurztext, Langtext, Lauftext, Liedtext, Massentext, Mengentext, Mischtext, Nachrichtentext, Originaltext, Pressetext, Runentext, Songtext, Tabellentext, Teiltext, Urtext, Volltext, Zeitungstext
  • nach Arten: Chiffrat, Kryptogramm
  • nach Funktion: Antworttext, Ausgabetext, Ausgangstext, Appelltext, Begleittext, Beschreibungstext, Bildtext, Deklarationstext, Einführungstext, Eingabetext, Fragetext, Gebrauchstext, Geheimtext, Gesetzestext, Informationstext, Klartext, Kontakttext, Obligationstext, Programmtext, Propagandatext, Quellentext, Quelltext, Subtext, Übersetzungstext, Zieltext
  • Textteile: Absatz, Abschnitt, Anmerkung, Auflistung, Bilduntertitel, Endnote, Fußnote, Fußzeile, Haupttext, Kapitel, Kleingedrucktes, Kolumne, Kopfzeile, Lead, Marginalie, Quellennachweis, Satz, Textspalte, Unterkapitel, Verweis, Zitat
  • Leipogramm

Charakteristische Wortkombinationen

  • :geeigneter, angemessener, formatierter Text, sich einem Text nähern

Wortbildungen

  • :Adjektive/Adverbien: textlastig, textlich, textuell
  • :Substantive: Textabbildung, Textabschnitt, Textanalyse, Textaufgabe, Textausgabe, Textauszug, Textbaustein, Textdatei, Textdeckung, Textdokument, Texteditor, Texteingabe, Texter, Textexemplar, Textfassung, Textfluss, Textfunktion, Textgattung, Textgrammatik, Textgrenze, Textillustration, Textkategorie, Textillokution, Textinterpretation, Textkenntnis, Textklasse, Textklassifikation, Textkohärenz, Textkorpus, Textkritik, Textlänge, Textlinguistik, Textliste, Textologie, Textpassage, Textprobe (→ Textkostprobe), Textproduktion, Textqualität, Textreferenz, Textrezeption, Textsammlung, Textschema, Textsemantik, Textsorte, Textstelle, Textstil, Textstruktur, Textstudium, Textsyntax, Textsystem, Texttechnologie, Textthema, Texttheorie, Texttyp, Texttypologie, Textualität, Textübersetzung, Textverarbeitung, Textverständlichkeit Textverständnis, Textverstehen, Textwissenschaft
  • :Verben: texten

Beispiel

  • Die Sätze dieses Textes bilden eine sprachliche Einheit. In Grenzfällen kann man auch von Ein-Wort-Texten sprechen, etwa bei Ausrufen.
  • „Die Auswahl von Texten und ihre Zusammenstellung in einem Textkorpus ist ebenso wie die theoretische Verankerung des Analysevorhabens ein methodischer Vorgang, der in hohem Maße Einfluß auf die Ergebnisse hat.“
  • „Texte sind, wie jede kulturelle Gestaltung – ob Bilder, Gebäude oder Partituren -, geordnete Mengen von Elementen.“
  • Der Schauspieler musste lachen und konnte sich nicht mehr auf seinen Text konzentrieren.

Substantiv

  • Art der Gestaltung einer Schriftart
  • Schriftart (im Unterschied zu einer anderen)
  • Recht in schriftlicher Form

Sinnverwandte Wörter

  • Schreibduktus, Schriftgestalt
  • Font, Schriftart, Schriftsatz, Schrifttyp
  • Schriftlichkeit

Unterbegriffe

  • Keilschriftform, Runenform

Beispiel

  • „Allerdings konnten die Schriftformen nicht »Spielball von Laune und Mode« werden, weil sonst auf Grund der damaligen politischen Zwiespältigkeiten die Gefahr bestanden hätte, daß der Süden nicht lesen könnte, was der Norden geschrieben hat.“
  • „Das Ideal stellt eine rhythmisch wirkende Schrift dar, in der die Schriftform gut von der Bewegung getragen wird, ohne dass eine Formauflösung eintritt.“
  • Bei alten Handschriften, die oft von mehreren, anonymen Schreibern hergestellt wurden, kann man unter anderem aufgrund der Schriftformen die Passagen der Schreiber unterscheiden.
  • „Bekannte Vertreter dieser Schriftform sind die deutsche Kurrentschrift und die arabische Schrift.“
  • „Die meisten Kinder lernen heute das Lesen und Schreiben in Druckschrift. Es ist die Schrift, die die Kinder in der Umwelt überall antreffen und die ihnen das Lesen- und Schreibenlernen erleichtert. Sie ist auch die Schriftform, die am besten hilft, die Wörter zu gliedern.“
  • „Wenn Sprachforscher das Gesagte in eine Schriftform bringen, müssen sie sich entscheiden, welches Wort wie klingt.“
  • Ein Testament muss unter Wahrung bestimmter Bedingungen in Schriftform vorliegen.
  • „Erstmals in der westafrikanischen Geschichtstradition werden hier bis dahin nur mündlich überlieferte Ereignisse in Schriftform gefasst, politisch interpretiert und aufbewahrt.“