Tod und Sterben – Was ist der Unterschied?

Der Hauptunterschied zwischen Tod und Sterben

ist:

“Tod”: biologie das Ende des Sterbevorgangs
“Sterben”: vorgang, aus dem Leben zu scheiden beziehungsweise seinen Lebenszyklus zu beenden

Tod

Sterben

Substantiv

  • Biologie das Ende des Sterbevorgangs
  • Mythologie Figur mit einer Sense; personifizierter Tod

Synonyme

  • Ableben, Lebensende, Sterben; medizinisch: Exitus
  • Gevatter Tod, Knochenmann, Schnitter, Sensenmann

Gegenwörter

  • Geburt

Oberbegriffe

  • Leben

Unterbegriffe

  • Atomtod, Bergtod, Bolustod, Ehrentod, Erfrierungstod, Erschöpfungstod, Erstickungstod, Feuertod, Filmtod, Flammentod, Freitod, Gastod, Gehirntod, Gewebstod, Gnadentod, Heldentod, Herztod, Hirntod, Hitzetod, Hungertod, Kältetod, Kindstod, Krebstod, Kreuzestod, Krippentod, Martertod, Märtyrertod, Nahtod, Opfertod, Pensionierungstod, Scheintod, Seemannstod, Serientod, Soldatentod, Sprachentod/Sprachtod, Strahlentod, Sühnetod, Unfalltod
  • übertragen: Tintentod, Wärmetod

Charakteristische Wortkombinationen

  • früher/frühzeitiger Tod, gewaltsamer Tod, leichter Tod, natürlicher Tod, plötzlicher Tod, sanfter Tod, sicherer Tod, sofortiger Tod
  • der schwarze Tod (= die Pest)
  • dem Tode nah, zum Tode verurteilt , zum Tode durch Erschießen verurteilt , zum Tod durch den Strang verurteilt , jemanden zu Tode foltern, jemanden zum Tode verurteilen, zum Tod verurteilt werden
  • dem Tod entrinnen, dem Tod entgehen, dem Tod ins Auge sehen, dem Tod trotzen, ein Spiel mit dem Tod

Wortbildungen

  • :Adjektive: todernst, todesbleich, todesmutig, todesverachtend, todfeind, todgeweiht, todhässlich, todkrank, todlangweilig, tödlich, todmüde, todsicher, todsterbenskrank, todtraurig, todunglücklich
  • :Substantive: Todansagen, Todesahnung, Todesangst, Todesanzeige, Todesbote, Todesdatum, Todesdrohung, Todesengel, Todeserklärung, Todesfahrt, Todesfall, Todesfalle, Todesfee, Todesflug, Todesfurcht, Todesfolge, Todesgedanken, Todesgefahr, Todesjahr, Todeskampf, Todeskandidat, Todeslager, Todesliste, Todesmarsch, Todesmeldung, Todesmoment, Todesmut, Todesnachricht, Todesnacht, Todesnot, Todesort, Todesopfer, Todesqual, Todesrisiko, Todesschrei, Todesschütze, Todesschwadron, Todessehnsucht, Todesstille, Todesstoß, Todesstrafe, Todesstreifen, Todesstunde, Todessymbolik, Todestag, Todesursache, Todesurteil, Todeswunsch, Todeszeitpunkt, Todeszelle, Todeszone, Todeszug, Todfeind, Todfeindschaft, Todgeweihter / Todgeweihte

Beispiel

  • Sein Tod kam sehr überraschend.
  • „Der gelungene »Kern des Existierens« wäre »Exterritorialität zum Tod« – was immer das heißen mag.“
  • „1957, vier Jahre nach dem Tod des großen sowjetischen Führers Josef Wissarionowitsch Stalin, bekam das junge Ehepaar Ben Zion Piatov und Sonja Piatova, geborene Suchmann, ihr erstes Kind, meinen Vater Michael.“
  • „Mit Sex übt man auch Vergeltung am Tod.“
  • „»Der Tod ist ein Meister aus Deutschland, sein Auge ist blau, er trifft dich mit bleierner Kugel, er trifft dich genau«, heißt es in Paul Celans berühmter »Todesfuge«.“
  • Der Tod wird in der Kunst oft mit einer Sense dargestellt.

Substantiv

  • Vorgang, aus dem Leben zu scheiden beziehungsweise seinen Lebenszyklus zu beenden

Unterbegriffe

  • Artensterben, Baumsterben, Bienensterben, Eschensterben Eschentriebsterben, Fischsterben, Insektensterben, Korallensterben, Massensterben, Pferdesterben, Robbensterben, Schwalbensterben, Tannensterben, Ulmensterben, Waldsterben
  • übertragen: Bankensterben, Bauernsterben, Favoritensterben, Zechensterben, Zeitungssterben

Beispiel

  • „Doch nun beginnt im Lager ein großes Sterben.“