Umwelt und Natur – Was ist der Unterschied?

Der Hauptunterschied zwischen Umwelt und Natur

ist:

“Umwelt”: *meist Singular
“Natur”: die Welt der Natur

Umwelt

Natur

Substantiv

  • *meist Singular
  • die nähere oder weiter entfernte Umgebung eines Lebewesens, die einen direkten oder indirekten Einfluss auf dieses Lebewesen und seine Lebensbedingungen ausübt
  • Menschen in der Umgebung, mit denen jemand in sozialem Kontakt steht

Sinnverwandte Wörter

  • Natur, Ökosystem
  • Kreise, Milieu, (soziales) Umfeld, Umgebung

Unterbegriffe

  • Arbeitsumwelt, Lebensumwelt, Spielumwelt, Wohnumwelt

Charakteristische Wortkombinationen

  • die Umwelt ausbeuten, die Umwelt belasten, die Umwelt entlasten, sich um die Umwelt kümmern, die Umwelt schonen, jemanden für die Umwelt sensibilisieren, die Umwelt verpesten, die Umwelt verseuchen, die Umwelt verschmutzen
  • die bedrohte Umwelt,, die belastete Umwelt,, eine feindliche Umwelt,, eine feindselige Umwelt,, die gefährdete Umwelt,, die geschädigte Umwelt, eine gesunde Umwelt, eine intakte Umwelt, eine kaputte Umwelt, eine lebensfeindlichee Umwelt,, eine lebenswerte Umwelt, die marine Umwelt, die natürlich Umwelt, eine saubere Umwelt, eine technisierte Umwelt, die unbelebte Umwelt, eine vergiftete Umwelt, die verschmutzte Umwelt, die sich verändernde Umwelt, eine zerstörte Umwelt
  • NGO: Bund für Umwelt und Naturschutz; staatlich: Ministerium für Umwelt und Naturschutz
  • die soziale Umwelt, eine säkularisierte Umwelt, eine verständnislose Umwelt, eine veränderte Umwelt

Wortbildungen

  • :umweltfreundlich, umweltfeindlich, umweltschonend
  • :Umweltaktivist, Umweltamt, Umweltarchäologie, Umweltauflage, Umweltbeauftragter, Umweltbedingung, Umweltbedrohung, Umweltbehörde, Umweltbelastung, Umweltbewegung, Umweltbewusstsein, Umweltbundesamt, Umweltchemikalie, Umweltdelikt, Umweltdesaster, Umwelteinfluss, Umweltfaktor, Umweltflüchtling, Umweltforschung, Umweltfrage, Umweltgefährdung, Umweltgestaltung, Umweltkatastrophe, Umweltmedizin, Umweltminister, Umweltplakette, Umweltpolitik, Umweltproblem, Umweltqualität, Umweltreiz, Umweltschaden, Umweltschutz, Umweltschützer, Umweltsünde, Umweltsünder, Umweltstrafrecht, Umwelttechnik, Umweltverband, Umweltverbrechen, Umweltverschmutzung, Umweltverträglichkeit, Umweltwiderstand, Umweltzeichen, Umweltzerstörung

Beispiel

  • Diese Tierart ist perfekt an ihre Umwelt angepasst.
  • Die Menschen haben sich an die kaputte Umwelt gewöhnt, an Gestank, Schmutz, Krankheiten. Manila leidet an den typischen Problemen einer Megastadt
  • “Wir wollen die Umwelt schonen. Gerade bei so einer großen Veranstaltung , die natürlich eine Menge Strom verbraucht, Müll und Emissionen produziert, halte ich das persönlich für wichtig”, meint Hans Spindler, Leiter der Veranstaltungsabteilung der Stadt München.
  • „Der Klettersport erschließt mir die Möglichkeit, mich meiner Umwelt mitzuteilen und Kontakt herzustellen. Der Fels ist dabei mein Freund.“
  • Teilen statt Besitzen: Durch die “Sharing Economy” werden Ressourcen geschont und die Umwelt geschützt – so zumindest die Theorie. In der Praxis geht es vielen Nutzern jedoch vor allem um mehr und günstigeren Konsum.
  • Eine vermeintlich natürliche Umwelt, wie sie in romantischen Vorstellungen existiert, gibt es in Zeiten der fortschreitenden Industriegesellschaft gar nicht mehr. die Erde und ihre Umwelt wird maßgeblich von uns Menschen beeinflusst. Die Forscher sprechen daher vom Anthropozän.
  • Sie fühlt sich von ihrer Umwelt missverstanden.
  • Zwei Menschen können ihre Umwelt durchaus unterschiedlich wahrnehmen. Phobiker übertreiben also nicht, wenn sie berichten, wie furchterregend eigentlich harmlose Dinge auf sie wirken.
  • Die Trägerin kann ihre Umwelt nur durch ein Stoffgitter oder einen schmalen Sehschlitz wahrnehmen.

Substantiv

  • die Welt der Natur (im Gegensatz zu der durch den Menschen geschaffenen Welt der Kultur)
  • ein Gebiet, in das der Mensch überhaupt nicht oder nur wenig gestaltend und verändernd eingegriffen hat
  • geistige, seelische oder körperliche Charakteristika und Eigenheiten von Personen oder Tieren bzw. deren gesamtes Wesen
  • die generelle Beschaffenheit einer Sache oder eines Sachverhaltes

Synonyme

  • Kosmos, Mutter Natur, Welt
  • unberührte Natur, Wildnis
  • das Wesen
  • das Wesen(tliche) einer Sache

Gegenwörter

  • Kunst
  • Kultur

Unterbegriffe

  • Spielernatur
  • Vertragsnatur

Charakteristische Wortkombinationen

  • die unbelebte / belebte Natur
  • unberührte Natur , unverfälschte, schlafende, blühende Natur; in der Natur (im Freien); an der Natur (in oder an der frischen Luft)
  • von Natur aus

Wortbildungen

  • :Adjektive/Adverbien: naturbelassen, naturfarben, naturgemäß, naturgetreu, natürlich, naturrein, unnatürlich
  • :Substantive: Naturalien, Naturalisierung, Naturalismus, Naturallohn, Naturarznei, Naturbegabung, Naturbeherrschung, Naturbeschreibung, Naturbursche, Naturdarm, Naturdenkmal, Naturdichtung, Naturdroge, Naturdünger, Natureindruck, Naturell, Naturereignis, Naturerlebnis, Naturerscheinung, Naturfarbe, Naturfarbstoff, Naturfaser, Naturfilm, Naturfilmer, Naturforscher, Naturforschung, Naturfotograf, Naturfotografie, Naturfreund, Naturfrevel, Naturgefühl, Naturgeschehen, Naturgeschichte, Naturgesetz, Naturgewalt, Naturgummi, Naturhafen, Naturhaushalt, Naturheilbehandlung, Naturheilkunde, Naturheilkundiger, Naturheilmittel, Naturheilverfahren, Naturismus, Naturist, Naturistenstand, Naturkatastrophe, Naturkautschuk, Naturkind, Naturkosmetik, Naturkraft, Naturkult, Naturkunde, Naturkundler, Naturlehre, Naturlocken, Naturlyrik, Naturmaß, Naturmensch, Naturpark, Naturpädagogik, Naturphänomen, Naturphilosoph, Naturphilosophie, Naturprodukt, Naturrecht, Naturreichtum, Naturreligion, Naturreservat (→ Naturwaldreservat), Naturschauspiel, Naturschönheit, Naturschutz, Naturschutzgebiet, Naturschwärmer, Naturseide, Naturspiel, Naturstein, Naturstoff, Natururan, Naturvolk, Naturvorgang, Naturwacht, Naturwärme, Naturwein, Naturwissenschaft, Naturwissenschaftler, Naturwunder, Naturzustand
  • :Natura naturata, Natura naturans

Beispiel

  • „Das Buch der Natur ist in der Sprache der Mathematik geschrieben.
  • “Auch der vernünftigste Mensch bedarf von Zeit zu Zeit wieder der Natur, das heißt seiner unlogischen Grundstellung zu allen Dingen”.
  • “Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.”
  • „Daß Mensch und Natur sehr wohl miteinander auskommen können, haben die sächsischen Freikletterer seit über 130 Jahren bewiesen.“
  • Wir wandern in der freien Natur.
  • „Das ist, was soll ich machen, meine Natur! Ich kann halt lieben nur! Und sonst gar nichts!
  • „Beim Fliegen überlistet der Pilot mittels seines Verstandes die Natur, die ihn körperlich nicht zum Fliegen geschaffen hat.“
  • Dies ist eine Frage grundsätzlicher Natur.